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Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Kunst und Kultur von den Anfängen bis zur Gegenwart

Kulturgeschichte im Zeitraffer: von der Antike bis zum modernen Design. Besucher*innen finden hier gleich fünf Museen unter einem Dach und begeben sich auf eine Zeitreise von der Ur- und Frühgeschichte bis ins 20. Jahrhundert. Glanzstücke der Sammlung sind der Goldschatz spätrömischer Fundmünzen, das romanische Triumphkreuz, die gotischen Madonnen des Conrad von Soest, das Raritätenkabinett der Renaissance sowie die Gemäldegalerie mit Werken des 18. und 19. Jahrhunderts. 


Sonderausstellungen

WELTGEIST. RENÉ SCHOEMAKERS“ (20.8.2021 – 20.1.2022) – Ausstellungshalle

René Schoemakers‘ fotografisch anmutende Gemälde sind beeindruckend naturalistisch. Zutiefst verstörend in ihrer Symbolik, messerscharf und hochpolitisch thematisieren sie ideologische Weltentfremdung jeder Art – vom fundamentalistischen Christentum, Islamismus, linksradikalen Gedankengut bis zu rechtem Terror. Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund (MKK) zeigt in der Ausstellung WELTGEIST mehr als 70 Arbeiten mit knapp 170 Leinwänden des Kieler Künstlers.

René Schoemakers beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Wirkung von Ideologien und deren Traditionen. In seinen Arbeiten verwehrt er sich gegen die Vereinnahmung des Individuums und setzt sich mit Extremismen aller Art auseinander. Dabei stellt Schoemakers Personen und Dinge mit perfekter, fast altmeisterlicher Genauigkeit dar. Erst auf den zweiten Blick erschließen sich gesellschaftliche Kontexte, erkennt man Anspielungen auf Terroristen oder geistige Brandstifter, die aus Sicht des Künstlers mehr miteinander gemein haben als allgemein wahrgenommen wird.

DER MUSEUMSTRAUM. Eine Dortmunder Nachkriegsgeschichte (bis 29. September) – Studio

In der Aufbruchszeit der 1950er-Jahre beauftragt Leonie Reygers als Direktorin des Dortmunder Museum am Ostwall den weltweit angesehenen Fotografen Albert Renger-Patzsch, ihre neu eröffneten Räumlichkeiten abzulichten. Oberflächlich betrachtet schuf der Wegbereiter der Neuen Sachlichkeit eher unscheinbare Bilder. Zugleich sind es Zeugnisse des außergewöhnlichen Traums von einem Museum, das als einer der ersten Orte zeitgenössischer Kunst im Deutschland nach dem Krieg Wirklichkeit wurde.

Ausgehend von drei Fotografien des damaligen Museumsraums widmete sich ein dreisemestriges Lehrforschungsprojekt im Masterstudiengang Kulturanalyse und Kulturvermittlung der TU Dortmund diesem außergewöhnlichen Museumstraum. Dies erlaubt ungewohnte Blicke auf Biografien und Beziehungen der Museumsräume, der Museums-Menschen, der Museumsfotografien sowie der Museumsdinge.

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